Grüne Tipps und mehr
Schäden an Zimmerpflanzen
Sehen Zimmerpflanzen trotz hingabevoller Pflege traurig aus, kann dies verschiedene Ursachen haben.
Zimmerpflanzen haben kein leichtes Leben: Blattläuse, Spinnmilben, Bakterien, auch Viren oder Pilzerkrankungen können ihnen schwer zu schaffen machen. Oft sind jedoch keine dieser Schadursachen ausfindig zu machen und dennoch machen die Pflanzen einen äußerst kümmerlichen Eindruck mit mehr braunen als grünen Blättern. Pflanzen stellen je nach Art unterschiedliche Ansprüche an Standort, Wasser und Nährstoffe. Daher ist es ratsam, gleich beim Kauf auf die Anforderungen der Pflanzen zu achten, um Pflegefehler von vornherein ausschließen zu können.
Luftfeuchtigkeit
Die Heizung sorgt in den kalten Monaten des Jahres für ein behagliches Zuhause, lässt jedoch auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen stark abnehmen, was Zimmerpflanzen gar nicht behagt. Vor allem Pflanzen, die aus tropischen Regenwäldern stammen, reagieren empfindlich auf trockene Luft. Dazu zählen etwa der Streifenfarn, Palmen sowie etliche Orchideen. Schäden äußern sich vor allem durch verbräunte Blattspitzen und -ränder. Außerdem ist zu beachten, dass ein trockenes Raumklima zur starken Vermehrung von Spinnmilben und anderen Schädlingen beitragen kann. Wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum rasch wieder erhöht wird. Dabei ist die richtige Lüftung im Winter das A und O: kurzes, ausgiebiges Lüften bei weit geöffnetem Fenster ist deutlich wirksamer statt über einen längeren Zeitraum das Fenster gekippt geöffnet zu lassen. Ratsam ist auch ein regelmäßiges Besprühen der Blätter mit lauwarmem Wasser. Alternativ können die Pflanzen an einen feucht-warmen Standort umziehen, wie zum Beispiel das Badezimmer.
Wasserversorgung
Bei zu häufigem oder starkem Gießen kommt es zu sogenannter Staunässe im Topf. Die Folge kann Wurzelfäule sein. Dadurch wird der Wassertransport in den Leitungsbahnen der Pflanze gehemmt und dies lässt die Blätter welken. Wird frühzeitig erkannt, dass die Pflanze "ertränkt" wird, kann sie durch eine reduzierte Wassergabe oder Umtopfen oftmals noch gerettet werden. Wichtig ist, dass vor dem Einsetzen geschädigte Wurzelpartien abgeschnitten werden. Manche empfindliche Pflanzen bevorzugen eine gleichmäßige Wasserversorgung. Orchideen der Gattung Miltonia beispielsweise kräuseln ihre Blätter, wenn sie unregelmäßig bewässert werden.
Sonnenbrand
Sonnenbrand kann an Pflanzen auftreten, wenn sie in der prallen Sonne stehen. Zunächst zeigen die Blätter runde, helle Flecken, vertrocknen dann und weisen oft einen braunen oder schwarzen Rand auf. Vorsicht ist vor allem bei Pflanzen auf der Fensterbank geboten, da die Sonneneinstrahlung durch die Fensterscheibe zu einer starken Erhitzung der Blätter führt. Dies ist mit der Wirkung einer Lupe vergleichbar. Sonnenbrandschäden bei Pflanzen sind irreversibel. Geschädigte Blätter sollten umgehend entfernt werden. Besonders empfindlich sind beispielsweise Orchideen, wohingegen Kakteen mit hohen Lichtintensitäten gut zurecht kommen.
Chilling-Schäden
Mit gemütlich hat dies nichts zu tun - gemeint sind hier Kälteschäden. Diese treten vor allem bei tropischen und subtropischen Pflanzen auf, wenn sie zwar keinem Frost, aber dennoch zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt sind. Kälteschäden sind je nach Art unterschiedlich ausgeprägt. Oft treten glasige oder braune Blattflecken auf. Aber auch Blüten können plötzlich welk werden, ohne dass Schäden an Blättern zu sehen sind. Dies ist beispielsweise bei Orchideen zu beobachten. Meistens können sich Pflanzen von Kälteschäden langsam erholen, wenn die Temperaturen den jeweiligen Anforderungen der Pflanze angepasst werden. Werden die Pflanzen jedoch für längere Zeit bei zu tiefen Temperaturen gehalten, kann dies zu irreversiblen Schäden führen. Hier empfiehlt sich ein starker Rückschnitt, nach dem die Pflanzen meist neu austreiben.
Zugluft
Viele Pflanzen mögen keine zugigen Standorte, wie im Hausflur oder nahe der Balkontür. Der kleinblättrige Gummibaum beispielsweise lässt oft alle Blätter fallen, wenn er Zugluft ausgesetzt ist.
Nährstoffe
Wie alle Lebewesen benötigen auch Pflanzen eine ausreichende Nährstoffversorgung für ein gesundes Wachstum. Stickstoff, Phosphor, Kalium sowie diverse Spurenelemente bilden die Bausteine der Pflanzenzellen und sind an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ein Mangel an einem oder mehreren Nährstoffen wirkt sich nachteilig auf die Pflanzengesundheit aus. Häufig tritt beispielsweise Eisenmangel vor allem an Zitruspflanzen auf, der an gelben Blättern erkennbar ist (sogenannte Chlorosen). Aber auch eine Überversorgung an Nährstoffen führt zu Pflanzenschäden. Dabei kommt es quasi zu einer Versalzung und Verbrennung der Wurzeln. Insbesondere im Winter ist zu beachten, dass der Stoffwechsel der Pflanzen reduziert und ihr Nährstoffbedarf daher geringer ist als während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer. Folglich ist mit Düngergaben während der Wintermonate sparsam umzugehen. Um sowohl eine Über- als auch Unterversorgung an Nährstoffen auszuschließen, sind die Substral® Osmocote® Zimmer & Kübelpflanzen Dünger Kegel geeignet: Die harzumhüllten Düngerperlen sorgen für eine bedarfsgerechte Abgabe von Nährstoffen an die Pflanze über einen Zeitraum von sechs Monaten.
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